Namhafte Persönlichkeiten

  Ehemalige Fliegeroffiziere der Wehrmacht haben in hohen und höchsten Führungspositionen in der Bundeswehr und der NATO fast 30 Jahre lang Verantwortung getragen. Sie prägten die deutschen Luftstreitkräfte in ihrem Aufbau entscheidend, gaben dem Bündnis wesentliche Impulse und waren international hoch angesehen. Unter vielen anderen waren dies:
  • Die Inspekteure und Generale der Luftwaffe Josef Kammhuber und Johannes Steinhoff
  • Die Inspekteure und Generalleutnante Werner Panitzki, Günther Rall, Gerhard Limberg und Friedrich Obleser
  • Die Generalleutnante Friedrich Huth, Hannes Trautloft, Walter Krupinski, Carl Heinz Grewe, Herbert Wehnelt, Fritz Wegner, Ernst Dieter Bernhard, Martin Harlinghausen, Helmut Mahlke und Walter Windisch
  • Die Generalmajore Diether Hrabak, Gerd Barkhorn, Claus Hinkelbein, Kurt Kuhlmey, Günter Proll, Roderich Cescotti, Wilhelm Meyn, Horst Dieter Kallerhoff, Paul Monreal, Wolfhard Galinsky und Hans Ulrich Flade
  • Die Brigadegenerale Max Ibel, Werner Streib, Erich Hohagen, Friedrich Körner, Gustav Roedel, Hennig Strümpell, Walter Enneccerus, Friedrich Wilhelm Grunewald und Georg Wroblewski
Herausragende Männer wie der erfolgreichste Jagdflieger Oberst Erich Hartmann sowie Oberst Günther Josten, Oberst Gerhard Granz, Oberst Günther Radusch, Oberst Friedrich Lang, Oberst Günther Freiherr von Maltzahn haben beim Aufbau der Luftstreitkräfte der Bundeswehr überzeugend mitgewirkt, ebenso wie Oberst Gerhard Baeker, Oberst Walter Grasemann, Oberst Fritz Dieter Haller, Oberst Hans Gottfried Schulz, Oberstleutnant Wolfgang Späte, Oberstleutnant Karl Fritz Schloßstein, Oberstleutnant Ernst Wilhelm Reinert, Oberstleutnant Otto Schulz, Oberstleutnant Heinz Marquardt, Major Helmut Bode, Hauptmann Arnold Döring und viele andere.

Mit Generalleutnant Friedrich Obleser schied der letzte kriegserfahrene Inspekteur am 31. März 1983 aus der Luftwaffe aus. Auch die nachrückenden Inspekteure gehören der Gemeinschaft an:
  • General Eberhard Eimler
  • Generalleutnant Horst Jungkurth
  • Generalleutnant Jörg Kuebart
  • Generalleutnant Bernhard Mende
  • Generalleutnant Rolf Portz
  • General Gerhard Back
  • Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz
  • Generalleutnant Aarne Kreuzinger-Janik
  • Generalleutnant Karl Müllner
Die Gemeinschaft ist stolz darauf, daß alle Inspekteure der Luftwaffe sie mit ihrer Mitgliedschaft unterstützt und gefördert haben. Auch der ehemalige Verteidigungsminister und hochangesehene Generalsekretär der NATO, Dr. Manfred Wörner war Mitglied der Gemeinschaft.

Die ersten Vorsitzenden seit Gründung der Gemeinschaft:
  • Hannes Trautloft, vom 22. November 1952 bis 12. Oktober 1957
  • Werner Andres, vom 12. Oktober 1957 bis 2. Dezember 1974
  • Herbert Wehnelt, Notvorstand bis 18. Oktober 1975
  • Wolfgang Falck, vom 18 Oktober 1975 bis 8. Oktober 1977
  • Herbert Wehnelt, vom 8. Oktober 1977 bis 18. Oktober 1980
  • Anton Weiler, vom 18. Oktober 1980 bis 29.September 2000
  • Jörg Kuebart, vom 29. September 2000 bis 6. Oktober 2006
  • Peter Vogler, vom 6. Oktober 2006 bis 10. Oktober 2014
  • Volker Zimmer, vom 10. Oktober 2014 bis heute
Nachdem durch die Vorgänger Wolfgang Falck und Herbert Wehnelt die Öffnung der Gemeinschaft in den 70er Jahren eingeleitet worden war, wurden mit dem Präsidenten Anton Weiler die Kontakte zur neuen Luftwaffe und der jungen Generation intensiviert; es galt, die Piloten der Bundeswehr, die den Zweiten Weltkrieg nicht als Soldaten erlebt hatten, für die Gemeinschaft zu gewinnen. Denn nur durch die Vereinigung der Fliegergenerationen ist die Zukunft der Gemeinschaft gesichert. Bereits entstandene Traditionsvereinigungen verknüpften ihre Aktivitäten mit der Luftwaffe an den Standorten einiger Bundeswehrgeschwader. Aus zunächst lockeren Kontakten erwuchsen dauerhafte Patenschaften.

Verleihungen von Traditionsnamen wie „Boelcke", „Immelmann", „Richthofen" (1961) und „Mölders" (1973) wurden mit „Steinhoff" bis 1998 in der Luftwaffe fortgeführt. In den Jagdgeschwadern gestaltete sich der Zulauf des Nachwuchses von Anfang an weitgehend reibungslos. In den anderen Verbänden allerdings blieb ein kontinuierlicher Zustrom neuer junger Mitglieder zunächst aus. Heute wissen wir, daß die Bezeichnung „Gemeinschaft der Jagdflieger“ als Beschränkung aufgefaßt worden ist und daher als Beitrittshindernis gewirkt hat.

Die Annäherung der Generationen benötigte mehr Zeit als ursprünglich erwartet. Erst mit dem Nachdenken über „die Zeit nach der Pensionierung" und dem allmählichen Bekanntwerden der übergreifenden Zielsetzung begann die Zahl der Beitritte aus Fliegerkreisen der Nachkriegsgeneration wieder zu steigen.

Angestoßen durch zahlreiche Anfragen unserer Mitglieder, aber auch durch eine wachsende Zahl von Fragen aus den Ländern der ehemaligen Kriegsgegner hatte sich im JÄGERBLATT inzwischen ein erfolgreicher Suchdienst bewährt, der im Laufe der Zeit Stück für Stück erweitert wurde. Er trug wesentlich zur Vertiefung des internationalen Verständnisses bei und half mit, aus ehemaligen Feinden neue und verlässliche Freunde zu machen. Auch die jüngere, geschichtsinteressierte Generation aus anderen Ländern schloß sich an. Neben dem Suchdienst wurde ein historisches Archiv eingerichtet, in dem persönliche Erinnerungsstücke und Dokumente aufbewahrt werden können und so der Nachwelt erhalten bleiben.

Die Einladungen ehemaliger deutscher Jagdflieger in das Ausland zu Vorträgen und Symposien über den Luftkrieg, sowie die Teilnahme ausländischer Delegationen an den Treffen der Gemeinschaft bewiesen das hohe Ansehen der deutschen Flieger bei ihren ehemaligen Gegnern. Es blieb nicht bei dem gegenseitigen Respekt. Die Kontakte vertieften sich bis hin zu persönlichen Freundschaften.

Als beispielhaft sei die Verbindung von Adolf Galland und dem britischen Jagdflieger As Douglas Bader erwähnt. Sie begegneten sich zunächst als Gegner während der Luftschlacht um England, nachdem Bader von einem Piloten des JG 26 abgeschossen worden und in deutsche Gefangenschaft geraten war. Die faire und ehrenhafte Behandlung des Kriegsgefangenen Bader ist bereits Legende. Nach dem Kriege wurde Adolf Galland in britischem Gewahrsam nun unter vertauschten Rollen von Douglas Bader empfangen. Zur Begrüßung überreichte Bader seinem ehemaligen Gegner eine Kiste seiner geliebten Zigarren.

Weitere britische Jagdflieger reichten alsbald den Deutschen die Hand und traten der Gemeinschaft bei. Air Vice Marshal „Johnnie" Johnson, Wing Commander Robert Stanford Tuck, hochdekorierte Offiziere, wurden Ehrenmitglieder der Gemeinschaft, wie auch später der amerikanische Jagdflieger Raymond Tolliver. Seit Jahrzehnten bestehen sehr freundschaftliche Beziehungen zur „Association des pilotes de chasse" und zur American Fighter Aces Association".

Auch ehemalige Verbündete blieben Freunde. Oberst „Edu" Neumann, der Inbegriff des Kommodore in der Luftwaffe des Krieges, hatte es verstanden, seine Kontakte zu italienischen Fliegerkameraden so zu intensivieren, daß uns die Freundschaft der Überlebenden erhalten blieb. Ehemalige ungarische Jagdflieger-Kameraden hatten die Verbindung zur Gemeinschaft bereits zu Zeiten des „Eisernen Vorhangs" geknüpft und haben sie bis heute gehalten. Der heutige Inspekteur der ungarischen Luftwaffe, Attila Kositzki, war als aktiver Generalmajor 1996 am Treffen in Geisenheim dabei.

Solange die Mauer zwischen den Machtblöcken der Welt bestand, hatte sich der Gemeinschaft weder die Möglichkeit geboten, ehemalige Luftwaffenangehörige in der DDR als Mitglieder zu gewinnen noch Kontakte mit kriegserfahrenen Angehörigen der sowjetischen Luftstreitkräfte aufzunehmen. Nach der politischen Wende gelang das jedoch recht schnell. Fünf Jägerkreise wurden in den neuen Bundesländern neu gegründet und der bereits bestehende Jägerkreis Berlin öffnete sich der neuen Situation. Die Dresdner Immelmann-Forscherin Ansi Zimmerer führte den Kreis Sachsen Dresden, in Leipzig übernahmen Manfred Leisebein und Hardy Blume das Ruder. Der von Karl Heiz Schmitz ermutigte Christfried Hafner organisierte mit Klaus Vollgold den Zwickauer Fliegerkreis. Willi Reschke gründete den Thüringer Kreis in Stotternheim bei Erfurt und Erhard Münch aus Halle den Fliegerkreis Sachsen Anhalt. Vor allem ehemalige Wehrmachtflieger waren überall Gründungsmitglieder und hatten schnell einen guten Kontakt zu den bestehenden Fliegerkreisen. Das lokale Interesse an der ostdeutschen Fliegergeschichte führte aber auch zu schnellen Kontakten zu den Fliegern der ehemaligen NVA. Inzwischen haben überall jüngere Mitglieder das Ruder in den heutigen Fliegerkreisen übernommen und der Zulauf neuer Mitglieder speist sich aus Bundeswehr, ehemaliger NVA und Interflug einschließlich Agrarflug. Auch ehemalige NVA Generale wie Klaus-Jürgen Baarß, Rolf Berger und der erste Deutsche im Weltraum, Generalmajor und Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn fanden den Weg in die Gemeinschaft. Auch die internationalen Kontakte erweiterten sich um viele Kontakte zu den ehemaligen Armeen des Warschauer Vertrages. Tschechische Flieger waren bereits 1992 beim internationalen Jagdfliegertreffen; nur ein Jahr später kamen hochrangige russische Fliegeroffiziere in Geisenheim dazu. Einer der russischen Gäste, Marschall der Flieger Nikolai Michailowitsch Skomorokhov, sagte dort in einer vielbeachteten Ansprache:

"... wie klug und weise müssen die Männer gewesen sein, die diese Gemeinschaft gründeten, um ihre politischen und militärischen Erfahrungen weiterzugeben, so daß sich das, was geschah, nicht wiederholt".

Mit dem Beginn der differenzierten Betrachtung der Geschichte in Rußland wurden auch dort Luftkriegssymposien veranstaltet. Generalleutnant a. D. Günther Rall, einer der erfolgreichsten Jagdflieger im Osten, nahm als erster Deutscher daran teil. Und nichts unterstreicht den Fortbestand dieser neu geknüpften Verbindung besser als die regelmäßige Vertretung der russischen Flieger durch Generaloberst Vadim Andrejew, dem ehemaligen Stellvertreter für Luftstreitkräfte des Oberkommandierenden der Teilnehmerstaaten des inzwischen aufgelösten Warschauer Vertrages bei dem jährlichen Treffen.

Führende Vertreter der polnischen Luftwaffe waren auf Initiative des damaligen Kommandeurs der 3. Luftwaffendivision, Generalmajor Hans Jürgen Merkle, erstmalig 1997 beim Fliegertreffen in Berlin. Und Generalleutnant a.D. Nikolai Kryukov, früherer Kommandeur und heutiger Vorsitzender der Veteranenorganisation der ehemaligen 17. Luftarmee Kiew, hat mit einer kleinen Delegation ukrainischer Kameraden erstmals 2004 an einem Fliegertreffen in Deutschland teilgenommen. Seither hat sich aus diesen ersten Kontakten eine feste Zusammenarbeit mit regelmäßigen gegenseitígen Besuchen entwickelt, nicht zuletzt dank seiner konstruktiven und zielstrebigen Bemühungen.

Die Ehrenvorsitzenden:
  • Adolf Galland, Generalleutnant a. D., seit 28. Oktober 1956, † 9. Februar 1996
  • Hannes Trautloft, Generalleutnant a. D., seit 13. Oktober 1957, † 12. Januar 1995
  • Theo Osterkamp, Generalleutnant a. D., seit 1. Oktober 1960, † 2. Januar 1975
  • Werner Junck, Generalleutnant a. D., seit 1. Oktober 1960, † 6. August 1976
  • Wolfgang Falck, Oberst a. D., seit 6. Oktober 1996, † 13. März 2007
  • Herbert Wehnelt, Generalleutnant a. D., seit 6. Oktober 1996, † 17. Februar 2007
  • Anton Weiler seit 29. September 2000, † 18. November 2010
  • Jörg Kuebart, Generalleutnant a. D., seit 6. Oktober 2006
  • Peter Vogler, Generalleutnant a.D., seit 10. Oktober 2014

Der Generationenwechsel

Die wachsende Diskussion über die historische Wahrheit und die Rolle der Gemeinschaft unter den „Jungen", deren Generale und Oberste mittlerweile die Führung der Bundeswehr von den „Gründern" übernommen hatten, erbrachte Einsichten in einige Notwendigkeiten für die Zukunft der Gemeinschaft. Die Aktiven und Pensionierten der Nachkriegsgeneration haben erfahren, daß die Angehörigen der Kriegsgeneration als Vorgesetzte die neu definierte „innere Führung“ zwar oft mit eigenem persönlichen Stempel, aber vorbildlich vorlebten. Sie förderten bei den Jungen auch die Einsicht, daß es kritischer Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihren Persönlichkeiten bedarf, um der Wahrheit näher zu kommen und aus der Geschichte zu lernen. Denn nur vor diesem Hintergrund kann Tradition richtig verstanden werden. Ein Richtungswandel war angestoßen: Die notwendige Diskussion soll jetzt mit noch lebenden Zeitzeugen geführt werden, die auf die Fragen der „Jungen“ Antwort geben können. Es gilt zudem, den Dialog zwischen den Generationen zu aktivieren und zu verstärken; so wird unter anderem in der Verbandszeitschrift, dem FLIEGERBLATT, über die Verbände und Staffeln der Luftwaffe der Wehrmacht, der deutschen Luftstreitkräfte im Kalten Krieg in Ost und West und der heutigen Luftstreitkräfte der Bundeswehr chronikartig berichtet.

Zu diesen, das Miteinander der Generationen fördernden Faktoren kommt die Erfahrung der jungen Fliegergeneration aus gemeinsamer Ausbildung und enger Zusammenarbeit mit den Angehörigen ausländischer Luftstreitkräfte im nordatlantischen Bündnis NATO. Die Aufgabe der Gemeinschaft, entsprechende Verbindungen im Sinne der Völkerverständigung zu pflegen, wird dadurch spürbar erleichtert.

Mit dem Nachrücken der jüngeren Generation in der Luftwaffenführung aller Ebenen begann auch die Verjüngung im Arbeitsvorstand der Gemeinschaft. Über den Standort der Gemeinschaft, ihren künftigen Weg und die Notwendigkeit der Modernisierung wurde nachgedacht, diskutiert und beraten. Die Ziele und Aufgaben erwiesen sich in der Überprüfung als zeitgemäß und zukunftssicher. Seit Jahren schon war die Einsicht gewachsen, daß außer Jagdfliegern auch die Angehörigen der anderen „Einsatzrollen“ der Luftwaffe in die Gemeinschaft gehörten. Das wurde durch Beitritte aus allen Geschwadern - einschließlich Transport , Marine und Heeresflieger – nachdrücklich bestätigt. Für das Wesen der Gemeinschaft in der Zukunft erschien eine weitere große Öffnung als zwingend notwendig. Durch die gemeinsame fliegerische Ausbildung hatte es seit den 60er Jahren über die Einsatzeigenheiten hinweg ohnehin schon enge Beziehungen zwischen Luftwaffen und Marinefliegern gegeben; die fliegenden Verbände der Bundeswehr haben nach der deutschen Wiedervereinigung Angehörige der ehemaligen NVA aufgenommen; mit neuen Bundeswehr Aufgaben (Friedenserhaltung bzw. -erzwingung und Krisenreaktion) sind auch die Heeresflieger in die Nähe der anderen Luftstreitkräften gerückt.

Der Generalleutnant in der ehemaligen NVA, Klaus Jürgen Baarß, bemerkte zum veränderten Verständnis in einem Brief an den Präsidenten der Gemeinschaft:

"Die Öffnung der Gemeinschaft der Jagdflieger für die Flieger deutscher Streitkräfte ist ein bemerkenswert kluger und zukunftsorientierter Schritt des Vorstandes unter Ihrer Führung gewesen. Die Früchte dieser Entscheidung stehen im Reifeprozeß".

Um den Willen der Gemeinschaft zur Integration und Förderung junger Angehöriger der Luftstreitkräfte zu unterstreichen, stiftete der Präsident Anton Weiler im Jahre 1996 einen Bestpreis, der – auf Vorschlag des Inspekteurs der Luftwaffe, in Abstimmung mit den Inspekteuren des Heeres und der Marine –, jährlich einem verdienten Soldaten überreicht wird. Das geschah auch, um deutlich zu machen, daß den ehemaligen Angehörigen nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst das Wohl der Luftwaffe am Herzen liegt und sie nach wie vor gute Leistungen in ihrem Metier zu schätzen und zu würdigen wissen.

Auf ihrem Weg in die Zukunft will die Gemeinschaft der Flieger deutscher Streitkräfte allen aktiven und ehemaligen Militärfliegern, den Soldaten der unterstützenden Bodenorganisationen und aller Familienangehörigen ein Hort der Gemeinsamkeit, ein Forum für historische Betrachtungen und kameradschaftliche Verbindungen sein. Dazu bieten sich die jährlichen internationalen Fliegertreffen der Gemeinschaft ebenso an wie die regelmäßigen Zusammenkünfte der Traditionsverbände sowie der Jäger- und Fliegerkreise.

Einzelheiten hierzu sind in jedem JÄGERBLATT zu finden. Vor allem die regionalen Aktivitäten haben die kameradschaftlichen Kontakte gefördert und gestärkt.

Als Konsequenz aus diesen Überlegungen vollzog die Vertreterversammlung im Oktober 1996 in Geisenheim den als notwendig erkannten Wandel: der Vorstand wurde erweitert und erneuert, die Gemeinschaft erhielt den Zusatz

"Vereinigung der Flieger deutscher Streitkräfte".

Die Satzung wurde den neuen Anforderungen entsprechend geändert und mit großer Mehrheit bestätigt. Die Aufgabe der Beschränkung auf Jagdflieger oder vergleichbare Einsatzrollen, die Öffnung zur Militärfliegerei schlechthin schuf die Möglichkeit zum Beitritt aller anderen. Über die bisherige, rein regionale Untergliederung hinaus wurde der Anschluß ganzer, zum Teil über die gesamte Bundesrepublik ausgedehnten Organisationen möglich, ohne daß damit eine Einschränkung der Eigenständigkeit verbunden ist. Der Beitritt der "Cactus-Starfighter Staffel" als mitgliederstarke überregionale Vereinigung im Jahr 1997 war daher ein logischer und beispielgebender Schritt.

 
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